
Mein Name ist jennifer Rösch. Ich bin 31 Jahre alt und lebe mit meinem Mann im schönen Kanton Schwyz. Ich arbeite mit Leib und Seele als Sozialpädagogin mit Jugendlichen in einem stationären Setting. Neben diesem spannend Alltag verbringe ich von Herzen gerne Zeit mit meinen drei Pferden und mit unserem Hund. Ich liebe die Natur und die Arbeit mit Mensch und Tier. Sollte ich einmal nicht bei der Arbeit oder im Stall anzutreffen sein, verbringe ich gerne Zeit mit Sportarten wie Bouldern, Squashen, Biken oder Volleyball.
Bereits in meiner Gymi-Zeit wusste ich, dass ich später mit Tieren und mit Menschen arbeiten möchte. So absolvierte ich mein Studium in Sozialarbeit mit dem Ziel, später Pferdegestützte Therapie anbieten zu können. Meinen ersten Job nach dem Studium hatte ich in der Schulsozialarbeit. Ich war zuständig für drei verschiedene Schulhäuser, sowohl Primar- wie Sekundarstufe. Nach fünf Jahren wechselte ich den Bereich und startete als Sozialpädagogin in einem Kinder- und Jugendwohnheim. Nach einem Jahr konnte ich die Stelle als Co-Teamleitung übernehmen und arbeite mittlerweile seit über vier Jahren auf derselben Wohngruppe. Die Arbeit mit den Jugendlichen bereitet mir sehr viel Freude. Diese tollen jungen Menschen auf ihrem Weg (in einer sehr herausfordernden Zeit) begleiten zu dürfen, ist für mich ein Geschenk. Mir gefallen besonders die täglichen Herausforderungen und die Flexibilität, welche mein Beruf immer wieder aufs Neue fordert.
Während der Ausbildung in Pferdegestützter Therapie besuchte ich ein Modul zum Thema ADHS. Da merkte ich, dass die genannten Symptome doch sehr bekannt sind in meinem Leben und ich entschied mich selbst für eine Abklärung. Seit ca. zwei Jahren habe ich die Diagnose ADHS. Eine grosse Erleichterung für mich. Seit dem ich mich mit dieser neurobiologischen Besonderheit auseinandersetze, verstehe ich mich viel besser und kann viele Verhaltensweisen auch besser akzeptieren - was nicht heisst, dass ich nicht weiter daran arbeite. Insbesondere die Arbeit mit den Pferden hilft mir sehr, mich zu fokussieren.
ADHS ist eine grosse Herausforderung im Alltag. Gleichzeitig bin ich dankbar für meine Kreativität, Motivation, Energie und Empathie. Ich bin nicht mein ADHS, doch es gehört zu mir. Auf meinem Weg, durch mein ADHS, aber auch durch meinen Beruf in der Sozialen Arbeit, darf ich täglich lernen und reflektieren.
Der Spruch auf der Homepage, zu lernen, im Sturm zu steuern, ist mein Motto. Es braucht Mut, sich dem Sturm zu stellen. Es braucht Mut, sich Herausforderungen zu stellen und es braucht Mut, zu reflektieren und genau hinzuschauen. Und manchmal braucht das Leben an und für sich Mut. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, andere Menschen dabei zu unterstützen, diesen Mut (wieder-) zu finden. Es lohnt sich.

In Sozialer Arbeit
Bachelor of Science in Sozialarbiet, HSLU
CAS Soziale Arbeit in der Schule, HSL
Fachkurs Praxisausbildung, FHNW
CAS Leiten von Teams, FHNW
Fachkurs Praxisausbildner:in, FHNW
Weiterbildung in Traumapädagogik und Traumasensibler Arbeit, Proficere
Fachkurs in Gewaltfreier Kommunikation, BFH
Mit den Pferden
Weiterbildung Freizeit-Trainerin C SFRV
DAS Pferdegestützte Intervention, PI-CH, HES SO Fribourg
Diverse Kurse und Weiterbildungen (Longierkurse, Horse-Agility, Bodenarbeit etc.)